Nepal das erste mal – praktische Tipps und persönliche Einblicke

Nepal ist für mich längst mehr nur ein Sehnsuchts Land, es ist mein Zuhause.

2008 bin ich das erste mal hier her gereist. Mit einer Freundin, unseren Rucksäcken mit dem Wunsch die Berge zu sehen. Aus drei Wochen wurden Monate und aus Monaten Jahre. Heute lebe ich mit meinem Mann Bijay in Kathmandu und staune noch immer.

Nepal hat seine ganz eigene Art einen immer wieder zu überraschen. Immer wenn ich dachte „jetzt kenne ich das Land “ hat es mich eines Besseren belehrt. Das passiert mir übrigens bis heute.

Wenn Du gerade deine erste Nepalreise planst, ist dieser Artikel für Dich. Keine Tipps aus den Reiseführern, sondern das was wir nach Jahren wirklich wissen. Ehrlich, direkt und manchmal mit einem Schmunzeln.  

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Einer der höchsten Feiertage Nepals zu Dasein. Wir bekommen Tikkas für ein gutes Leben von unseren Eltern

Reisevorbereitungen – Nepal

Bevor Ihr den Rucksack packt, ein paar Dinge die Ihr wissen solltet

Visa – Ihr bekommt Euer Touristen Visum entweder bequem online als E Visa oder bei Ankunft in Kathmandu Visa on arrival. Wir empfehlen das E Visa, spart zeit bei der Einreise. Wie genau das funktioniert haben wir Dir haben wir Dir hier erklärt: Nepal Visa beantragen

Impfungen & Gesundheit – Euer erster Ansprechpartner ist immer ein Arzt oder ein Tropen Institut. Was wir aus Eiger Erfahrung empfehlen sind Tetanus, Polio und Diphtherie, Hepatitis A und B. Wer in der Monsunzeit oder kurz danach reist, sollte zusätzlich über eine Dengue Impfung nachdenken.

Höhenkrankheit – bitte sehr ernst nehmen!

Die Höhenkrankheit ist kein Thema was man überspringen sollte. Bijay hat in 25 Jahren unzählige Gäste durch die Akklimatisierung auf den Trekking Touren begleitet. Sein wichtigster Rat: hör auf Deinen Körper und nicht auf den Zeitplan.

Wir planen alle unsere Touren mit ausreichend Puffertagen, damit Ihr nicht unter Druck seid. Das wichtigste was Ihr wissen müsst haben wir hier zusammengetragen.

  • steige in einem kontinuierlich langsamen Tempo auf
  • Plane ausreichend Akklimatisierung Tage ein
  • achte auf Kopfschmerzen, Übelkeit und Atemnot
  • Trinke sehr viel – mindestens 4 Liter
  • Go high – sleep low. Geh nach Ankunft im Ort immer noch ein paar Höhenmeter rauf und wieder runter

Packliste:

Warme Kleidung im Zwiebellook, gut passenden eingelaufene Wanderschuhe knöchelhoch, Schlafsack, Stirnlampe, Sonnenschutz, Regenschutz, powerbank, Trinkflasche usw. Die komplette Packliste für Euer Nepal Trekking haben wir extra für Euch zusammengestellt.

Nepal hat nicht eine Reisezeit, sondern vier. Und jede davon ist für jemanden die Richtige.

Frühling – Ende Februar bis Mai

Die Rhododendren blühen, die Sicht ist meist klar und die Temperaturen angenehm. Eine ideale Zeit für Trekking – und Kultur Reisen. Eine unserer beliebtesten Reisezeiträume gerade wie für Touren wie den Khopra Danda Trek oder die Manaslu Runde. Ab Mitte April wird es in Kathmandu und im Süden Nepals heiss. den Chitwan Nationalpark empfehlen wir dann nicht mehr.

Herbst – September bis Dezember

ist die beleibteste Reisezeit in Nepal. Nach dem Monsun ist die Luft klar und die Berge zum greifen nah. Trocken und nicht zu kalt. Einfach perfekt für fast alle Touren. Unser Tipp: plant Everest Touren erst ab Mitte Oktober, denn die ersten Wochen kann es noch trüb sein und die Lukla Flüge fallen öfter aus. Für den Herbst 2026 haben wir bereits Gruppenreisen mit festen Terminen.

Sommer – Juni bis September

Es ist Monsun und für die meisten Regionen keine ideale Trekking Zeit. Bis auf zwei Ausnahmen: Das Nar Phu Valley und Mustang liegen im Regenschatten. Dort regnet es kaum. Wer es ruhig mag und Menschenmassen aus dem Weg gehen möchte, findet gerade dann seine beste Reise Zeit.

Winter – Mitte Dezember bis Februar

Es ist kalt, klar und sehr ruhig. Pässe können wegen Schnee gesperrt sein, Gipfelbesteigungen sind schwierig. Aber Kultur reisen in Kathmandu, Pokhara und den Rest des Landes eignen sich wunderbar. Kaum Touristen, klare Sicht und günstigere Preise.

Unser persönlicher Favorit: erstes Drittel März bis Mitte April und Mitte November bis Ende Dezember. Die Ruhe vor und nach dem Ansturm.

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Februar am Annapurna Base Camp – mein schneereichster, aber schönster Trek in Nepal

 

Dos und Don’ts – Tipps für die Nepal Kultur

Nepal ist ein Land voller Rituale, Respekt und tiefer Tradition. Wer ein paar einfache Dinge beachtet wird überall herzlich Willkommen sein.

Namaste – ist die übliche Begrüßung mit gefalteten Händen vor der Brust

Kleidung – Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Besonders bei Tempel und Kloster Besuchen, weil es Respekt zeigt.

Religion – In Nepal leben Hinduismus friedlich beisammen. Oft sogar im gleichen Tempel. Zieh bitte die Schuhe aus beim betreten und zeige nicht mit Fingern auf heilige Dinge, sondern mit der offenen Hand. Trage kein Rindsleder, die Kuh ist heilig im Hinduismus

Körpersprache – die linke Hand gilt ls unrein, nutze die rechte Hand zum Geben, Nehmen und essen. Nicht über esse steigen und die Fußsohlen nicht auf andere Leute richten. Tätschle buddhistischen Kindern nicht den Kopf, dem Glaube nach leben dort die Götter.

Kulturelle Feste – wenn Ihr die Möglichkeit habt Holi, Tihar oder Shivaratri mitzuerleben, tut es. Das sind keine Touristen Veranstaltungen sondern echtes Nepal.

 

Transport – Tipps wie du in Nepal von A nach B kommst

Jeder der in Nepal ein Fahrzeug lenkt verdient eine Auszeichnung. Das ist keine Übertreibung. Komm nach Nepal und Du weisst sofort wovon ich rede.

Transportmittel Nummer eins sind Busse. Lokale und Tourist Busse. Hast Du schon einmal auf Fotos gesehen, wo Menschen auf Bus Dächern sitzen? Das war früher überall so und in abgelegenen Regionen, fernab von Städten ist bis heute noch so. Die Busse werden beladen bis nichts mehr geht und ein Leines Stück mehr.

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Solche beladene Busse sieht man jetzt ehr selten, wenn dann in den fernen Regionen weit ab der großen Städte.

Lokale Busse – günstig, unterhaltsam und manchmal abenteuerlich. Keine Sitzplatz Garantie, lange Fahrzeiten, denn es wird unterwegs aufgesammelt was am Straßenrand wartet. Nicht selten sitzt Du mit einem fremden Kind oder einem Huhn auf dem Schoss. Klingt total verrückt, ist aber eine der authentischsten Erfahrungen in Nepal die es gibt.

Touristenbusse – auf beleibten Strecken wie Kathmandu – Pokhara – Chitwan sind sie deutlich bequemer. jeder hat einen Sitzplatz und gehalten wird nur, wo es geplant ist. Preislich nicht relevant teurer als lokale Busse.

Jeep oder Privat Fahrzeug – für flexibles Reisen ist es die beste Wahl. Wir nutzen für unsere Gäste fast immer diese Variante. Ihr bestimmt das Tempo und könnt spontan anhalten wo Ihr möchtet.

Taxis – in Kathmandu und Pokhara ist beides gut verfügbar. Preis immer vorher aushandeln oder die richtige App nutzen und den Fahrpreis kennen, ehe ihr einsteigt. Ausserhalb der Städte gibt es wenig Taxis , dafür aber Tuk Tuks und kleine Minibusse.

Inlands Flüge – sparen Zeit, sind aber oft Wetterabhängig. Gerade rund um den Monsun fallen Flüge häufig aus. In Nepal wird auf Sicht geflogen, deshalb immer Puffertage einplanen.

Ein kleiner Hinweis: In Nepal gilt Linksverkehr. Strassen können durch Baustellen oder Erdrutsche unterbrochen sein. Besonders während und nach dem Monsun. Wir haben wirklich schon viel erlebt, aber es findet sich immer ein Weg. Nur manchmal dauert er etwas länger als geplant.

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Tuk Tuks, wenn auch nicht dieses, fahren immer noch vereinzelt in Kathmandu. Alle mit Elektro Antrieb und oft von Frauen gelenkt.

 

Dal Bhaat Power 24 hour – dieser Slogan prangert auf vielen T-Shirts in den Touristen Läden. Und er stimmt. Nepalesen essen zweimal täglich, jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr ihres Lebens Dal Bhaat.

Klingt langweilig für Dich? Das dachte ich auch. Bis meine nepalesische Schwiegermutter mir gezeigt hat das Dal Bhaat immer anders schmeckt. Wie jeder deutscher Koch Gulasch unterschiedlich zubereitet, schmeckt das nepalesische National Gericht je nach Köchin, Region und Jahreszeit völlig unterschiedlich.

Reis und Linsensuppe, Gemüse bekommt man übrigens immer kostenlos nachgefüllt, auch auf den Trekkingtouren in den Bergen.

Nepal hat keine besonders vielfältige Küche, aber was es hat ist gut und lecker. Einiges ist aus Indien und Tibet herüber geschwappt und Street Food wird immer beliebter.

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Typische Newari Mahlzeit. Khaja Set – Sojabohnen, Reisflocken, gekochtes Ei, Ajar, Zwiebel, Pilze und alles schön scharf.

Hier sind unsere Nepal Food Favoriten

Dal Bhaat – Reis, Linsensuppe, Gemüse, eingelegtes Gemüse (sauer/scharf) ab und an Fleisch (Huhn oder Ziege). Nepalesen essen traditionell mit der Hand.

Momos – sind Nepals Nummer zwei. Tibetische Teigtaschen gedämpft, oder gebraten und gefüllt mit Wasserbüffel oder vegetarisch. Momo sind bei Nepalesen und Ausländern gleich beliebt.

Thukpa und Thenduk – tibetische Nudelsuppen mit viel Gemüse und wahlweise Fleisch oder Ei. Wärmend und gehaltvoll, vor allem nach einem langen Trekking Tag. Thenduk ist die Variante mit breiteren Nudeln.

Chowmein ud Fried Rice – die nepalesische Version chinesischer Bratnudeln oder Reis mit viel Gemüse oder Fleisch wer mag.

Sel Roti – ein ringförmiges leicht süss geformtes Brot aus Reismehl. Ausgebacken in heissem Öl gilt Sel Roiti als top Favorit zu allen möglichen Festen.

Khaja Set – ist aus der Newa Küche Kathmandus. Verschiedenen beilagen mit knusprigen Reisflocken statt Reis. Vorsicht, kann sehr scharf sein!

Pani Puri und Chakpate – Nepals beliebtestes Street Food. Wenn abends die leinen Stände öffnen, stehen die Nepalesen Schlange. Pani Puri ist eine hohle Teighülle mit Kichererbsen – Kartoffel Füllung und einer würzige Sosse aus Minze, Koriander und Tamarinde.

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Chakpate – eine Art Puffreis, kleine Instand Nudeln, Zwiebel, Tomate, Chilli und Erbsen. Nur für Hartgesotten -kann extrem scharf sein!

Chakpate ist Puffreis mit Instandnudeln, Gewürzen und roten Zwiebeln. Chakpate ist sehr scharf und Du bekommst es in Zeitung eingewickelt.

Buttertee – der Allrounder in den Bergen. Tee mit Yakbutter und Salz mit leicht ranzigen Geschmack, aber sehr gehaltvoll. Die Menschen im Hochgebirge schwören darauf.

Chiya Masala Tee – der Tagesstarter jedes Nepalesen. Schwarzer Tee mit Milch, Zimt, Kardamom und Nelken. Süss und warm und unwiderstehlich.

Dhido – meine nepalesische Familie verdreht beim bloßen Ort die Augen vor Wonne. Ich verstehe bis heute nicht daran, was da köstlich sein soll. Es ist Gerstenmehl mit Wasser stundenlang gerührt )körperliche Anstrengung inklusive), ohne Gewürze. Gereicht wird es als Beilage zu Gemüse und Soße. An sich geschmacksneutral, nimmt Dhido das Aroma der Beilage an. Bei uns zu Hause und Bijays Heimat, in Ost Nepal wird Dhido aus Hirse gemacht. Bijay liebt es, ich esse es tapfer.

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Dhido aus Hirse zubereitet mit Gemüse und Reis.

Hotels und Lodgen

In Kathmandu und Pokhara findest Du für jedes Budget das Richtige. Von kleinen Gästehäusern mit Gemeinschaftsdusche bis zur komfortablen Boutique Hotels mit Himalaya Blick ist alles möglich.

Unterwegs in den Bergen und den bekannten Trekking Regionen gibt es mittlerweile überall Lodgen und das Angebot wächst jedes Jahr. Im Everest Gebiet könnt Ihr sogar in Luxus Lodgen mit Sauerstoffzugang und beheizten Bettdecken schlafen. Sofern du um die 250 Dollar die Nacht zahlen möchtest. Das ist aber die Außnahme und nicht die Regel.

Die meisten Berg Lodgen sind einfach, aber gemütlich, mit zwei Betten, bezogener Matratze und einem Kissen. Und wenn Ihr Glück habt mit einer Steckdose ausgestattet, die die mit etwas Kreativität und Eigeninitiative tatsächlich funktioniert.

Gegessen und geheizt wird im gemeinsamen Speiseraum. Dort trefft Ihr Gleichgesinnte aus der ganzen Welt. Es entstehen manche der schönsten Abende auf einer Trekking Tour, wenn man sich nach einem intensiv abenteuerlichen Tag austauscht.

Einen eigenen Schlafsack solltet ihr immer dabei haben, auch wenn es meist Decken gibt. In den höheren Lagen kann es nachts bitterkalt werden. Ein guter Schlafsack ist keine Frage des Komforts sondern des guten, erholsamen Schlafes.

Tipps zu den Finanzen in Nepal 

Die Zeiten wo Ihr Dollar mitbringen musstet sind längst vorbei. In Kathmandu und Pokhara könnt Ihr überall Euro als Bargeld tauschen. Die Money Changer sind in der Regel ehrlich. Wenn Ihr eine größere Summe habt und nett fragt, bekommst Ihr meist ein, zwei Rupien mehr als zum angeschriebenen Kurs. In einer Bank bekommt Ihr einen recht besseren Kurs,, allerdings sind es kürzere Öffnungszeiten und Ihr müsst jede Geldschein Nummer zuvor auf einem Zettel notieren.

ATM’s – Geldautomaten gibt es in den Städten an jeder Ecke. Oft als bewachte Lounges mit Automaten der verschiedensten Banken. Nutze die Nabil Bank. Bei ihr bekommst du den meist höchsten Auszahlungsbetrag (bis zu 30000 NPR – aktuell etwa 200 Euro). Andere Banken limitieren oft von bis zu 10000 – 15000 NPR.

Ihr könnt mehrmals abheben, zahlt aber jedes mal eine Gebühr bis zu 6 Euro. noch ein Tipp aus eigener Erfahrung: manche deutsche Banken sperren nach mehreren Abhebungen kurz nacheinander die Karte, da sie annahmen sie wurde gestohlen. Die Karte dann wieder freischalten lassen aus dem Ausland, ist äusserst schwierig.

Wichtig vor dem Trekking: tauscht und hebt Geld ab, bevor Ihr in die Berge geht. In den Trekking Regionen gibt es kaum Geldautomaten. Aufnahmen sind Namche Bazar, Dingboche und Jomsom, aber die sind in den Hochsaison oft leer.

Sicherheit Tipps für Nepal

Nepal ist eins der sichersten Reiseländer der Welt. Das sagen nicht nur wir, sondern auch unsere Gäste nach jeder Reise. Trotzdem gibt es ein paar Dinge die Ihr beachten

Alltägliche Dinge:

Kleinkriminaliät gibt es auch in Nepal, deshalb passt an touristischen Hotspots auf Eure Wertsachen und Taschen auf. Der Verkehr wirkt auf den ersten Blick chaotisch, aber es gibt Regeln und die meisten Fahrer sind rücksichtsvoller als sie aussehen. Überquere die Strasse vorsichtig, aber zielbewusst. Ansonsten könnte es passieren, dass du sehr lange am Strassenrand wartest.

Nepper und Schlepper:

Besonders in Kathmandu oder Bhaktapur werdet Ihr manchmal von scheinbar unabhängigen Studenten angesprochen, die Euch „einfach so“ die Stadt zeigen wollen. Am Ende erwarten sie einen Lohn. Andere laden Euch in eine Tangka Malerei Werkstatt oder andere Geschäfte ein, natürlich in der Hoffnung das Ihr etwas kauft. Wenn Ihr das nicht möchtet lehnt freundlich ab. das genügt in der Regel.

Taxis:

Preis immer vor der fahrt aushandeln oder die richtige App benutzen, dann wissT Ihr schon vorher was die fahrt kostet. Versucht immer kleine Scheine dabei zu haben (100 oder 500 NPR Scheine), denn oft „können“ die Fahrer nicht wechseln.

Bandhs – lokale Streiks:

Hin und weder gibt es sogenannte Bands, Streiks oder kleine Demonstrationen. Nepalesen lassen Ausländer in der Regel in Ruhe und ziehen sie nicht in ihre Belange mit rein. Trotzdem meide grundsätzlich Demos.

Trekking bitte nicht allein:

Das ist wirklich wichtig, denn Nepal ist kein Spaziergang im Park. Wege können unmarkiert sein, Wetter kann sich sehr schnell ändern und die Höhenkrankheit kommt manchmal unerwartet. geht mit einem lokalen lizensierten Guide. Das erhöht nicht nur Eure Sicherheit, sondern macht die Tour um ein vielfaches reicher.

Alle unsere geführten Trekking Touren sind mit erfahrenen Guides die wir persönlich kennen.

    Tipps als Frau allein in Nepal:

    Ich selbst war in Nepal viele male allein unterwegs. Ich habe mich nie unsicher gefühlt. Nepal ist für Frauen, die allein reisen eines der angenehmsten Länder überhaupt.

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    Newar Frauen mit traditioneller Kleidung auf dem Durbar Squaere kathmandu

    Ein paar Dinge die ich aus eigener Erfahrung empfehle:

    • nach 22 Uhr in Thamel oder unbelebten Gegenden lieber nicht allein unterwegs sein. Schließ dich anderen Touristen an
    • Trage respektvolle Kleidung und zeige keine  öffentliche Zärtlichkeiten – besonders in Tempeln
    • Nepalesische Männer geben Frauen niemals die Hand bei der Begrüssung, deshalb sei nicht erstaunt, dass man dir „nur“ zunickt, freundlich lächelt und Namaste sagt
    • In Bars und Clubs Trink nie unbeaufsichtigt stehen lassen
    • Wenn Du gefragt wirst wo Dein Mann ist, sag einfach er kommt nach. Das funktioniert immer.
    • In Notfällen Touristen Polizei in Thamel in der Nähe des Nursing Chowk. Kostenlose Hotline: 1144

    Wenn Ihr als Frau allein reist und Fragen habt, schreibt mir einfach. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und beantworte alles gern persönlich.

    Internet und Telefonie

    Wer befürchtet in Nepal offline zu sein, der muß keine Angst haben. WLAN gibt es nahezu überall, auch in den Bergen und dazu ist es noch schnell.

    WLAN:

    In Kathmandu, Pokhara und allen großen Städten überall verfügbar. In Restaurants, in Shops und oft einfach auch auf der Strasse kostenlos, schnell und umlimitiert. Selbst auf den meisten Trekking Routen bekommt Ihr in den Lodges WLAN, meist gegen eine kleine Gebühr. Mich fasziniert das mobile Internat in Nepal bis heute. In Kathmandu habe ich 4G, als in den meisten Gegenden in Deutschland.

    In höheren Lagen, ab 4000m, solltet Ihr nicht immer mit stabilen Internet rechnen. Deshalb ladet Eure Online Karten vorher runter.

    SIM Karte:

    Direkt am Flughafen gleich hinter dem Gepäckband gibt es Counter von NCELL und NTC. Die Jungs dort sind ganz fit und stellen Euch gleich alles ein und Ihre könnt gleich Datenpakete dazu kaufen. Ihr braucht eine Passkopie und ein Foto. Viele Touristen nutzen mittlerweile auch ein E-SIM. Ist praktisch, weil man sie schon vor der reise einrichten kann.

    Viele fragen uns ob NTC (Nepal Telekom) oder N- Cell besser ist? NTC hat die bessere Abdeckung in den Bergen und ist für Trekingtouren die bessere Wahl. NCELL ist landesweit etwas stärker in den Städten. letztendlich nehmen sich beide jedoch nicht viel.

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    Handy Empfang in Nepal ist nahezu überall möglich.

    Betteln in Nepal

    Das gehört es zum Strassenbild in Nepal und es wäre unehrlich es nicht anzusprechen. Bettelnde Kinder, alte Frauen, Menschen mit Behinderungen. Einige betteln aus echter Armut, andere werden dazu gezwungen. Es ist ein komplexes Thema und verdient eine ehrliche Antwort.

    Bitte gib keine Impulsspenden

    Wer helfen möchte, sollte das nachhaltig tun. Unterstützt kleine lokale Initiativen aus Deutschland oder anderen Ländern, die Ihr kennt und denen Ihr vertraut. Ein paar Rupie am Strassenrand helfen kurzfristig, ändern aber nichts.

    Kindern bitte kein Geld geben

    weder in Kathmandu noch in den Bergen. Wie sollen Kinder sonst lernen das Arbeit zu Einkünften führt. Stellt Euch vor die Eltern kommen nach einem langen Arbeitstag vom Feld und ihre Kinder haben durch Touristen Spenden mehr verdient als sie. Die Trekking Saison dauert maximal 6 Monate und was kommt danach?

    Thamel die organisierte Bettelei

    In Thamel trefft Ihr Strassenkinder die organisiert sind und den größten Teil ihrer Einnahmen abgeben müssen. Eine wirklich authentische Dokumentation über das Thema hat Justin Peach gedreht. Kleine Wölfe – Strassenkinder in Kathmandu. Sehenswert und wichtig.

    Frauen und Milchpulver

    An touristischen Hotspots werden Euch manchmal Frauen mit Babys ansprechen. Sie bitten nicht um Geld, sondern um Milchpulver. Selbst wenn Ihr mit ihnen in den Laden geht und es selbst kauft, wird das Milchpulver oder anderes gekauftes, wenn Ihr weg seid wieder zurück gebracht und der Erlös geteilt. Bitte unterstützt das nicht.

    Wem Ihr wirklich helfen könnt:

    Menschen die nicht arbeiten können durch Behinderung, Alter und Gebrechlichkeit. Alte Frauen in weißer Kleidung, Behinderte und gebrechliche Menschen findet Ihr selten an den Hotspots, sondern im Alltag in der Stadt.

    Ein letzter Gedanke dazu:

    Bis auf wenige Ausnahmen ist ein Nepalese viel zu stolz zum Betteln. Die nepalesische Gemeinschaft, speziell in der jeweilige Community unterstützt sich gegenseitig und gibt Lebensmittel wie Reis, Bohnen und Öl. Viele Nepalesen sind unglücklich darüber über das Bild das durch indische Bettler, die eigens zum Betteln nach Nepal gebracht werden, entsteht.

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    Nicht immer ist es gleich betteln. Beim Trekking sprechen die Kids Euch hin und wieder an und fragen nach Schokolade, auch mal nach Stiften oder Geld. Ich hab für solche Fälle immer Luftballons mit. Die sind nicht schwer und ma macht den Kids wirklich eine kleine Freude

    Wenn Ihr helfen wollt kennen wir ein paar Initiativen die wir kenne und denen wir vertrauen.

    Hamro Maya Nepal – wir sind selbst Mitglied

    Hand in Hand – eine kleine Gassenküche in Jorpathi

    Amitabha Nepal Hilfe – Hilfe für behinderte und Schulpatenschaften aus Dresden

      Neugierig geworden was andere Gäste über Ihre erste Nepal Reise sagen? Lest hier was unsere Gäste berichten.

      Wenn Ihr jetzt bereit seid für Eure erste Nepal Reise, sind wir es auch. Wir beantworten Euch gern Eure Fragen und planen mit Euch gemeinsam die reise die zu Euch passt.

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